„Kingsbridge – Der Morgen einer neuen Zeit“ von Ken Follett | Rezension

Hass. Hass ist ein sehr starkes Wort, aber ich kann kein besseres Gefühl finden, mit dem ich einige Charaktere aus Ken Follettt’s neustem Kingsbridge Roman beschreiben kann. Aber erstmal zum Wesentlichen. „Kingsbridge – Der Morgen einer neuen Zeit“ ist die Vorgeschichte zu der originalen Kingsbridge Trilogie, der Titel spielt circa 130 Jahre vor den Ereignissen aus „Die Säulen der Erde“ und beschreibt, wie aus dem kleinen Dorf Dreng’s Ferry, der uns schon bekannte Ort Kingsbridgeentsteht. Dabei verfolgen wir die Geschichte von Edgar, dem Sohn eines Bootsbauers, der bei einem Angriff der Wikinger auf England aus seinem Heimatort fliehen muss und mit seiner Mutter und seinen 2 Brüdern ganz von vorne anfangen muss. Auf der anderen Seite des Ärmelkanals lebt Ragna, eine junge und selbstbewusste Frau, die sich in einen englischen Adelsmann, Wilwulf, verliebt und ihm Hals über Kopf in das fremde Brittanien folgt, um in dort zu heiraten. Wilwulfs Bruder Wynstan ist der Bischof von Shiring, einer kleinen Stadt in England und er ist nicht der fromme Geistliche, für die ihn alle halten. Und damit beginnen wir eine historische Geschichte im mittelalterlichen England, voller Neuanfänge, politischer Intriegen, Krieg, Gewalt und nicht zuletzt voller Liebe.

Das Negative: Mir fällt ehrlich nichts. Vielleicht hätte das Buch 100 Seiten kürzer sein können, aber ich muss auch ehrlich sagen, dass mir jede Seite gefallen hat und ich das Buch wie im Flug gelesen habe.

Das Positive: Wo soll ich anfangen? Es gibt einen Grund, warum Ken Folletts Romane in so viele Sprachen übersetzt werden und jedes Mal ein voller Erfolg sind. Kein Author schafft es, die Welt des Mittelalters so authenthisch zu vermitteln. Man hat wirklich das Gefühl, eine Geschichte zu lesen, die zu 100% wirklich hätte passieren können und nicht fikitv ist, obwohl es wieder den Ort, noch die Menschen in der Geschichte wirklich gegeben hat. Die Welt, die Menschen, die Ereignisse, alles passt wunderbar zusammen, ist historisch korrekt und man taucht sofort ab und hat das Gefühl, direkt dabei zu sein. Das ist meiner Meinung nach die größte Stärke von ihm, zusammen mit den so lebhaften und glaubwürdigen Charakteren. Wie schon in der Einleitung angedeutet, fängt man irgendwann an, die „Bösen“ aus tiefster Seele zu hassen. Ich habe selten so starke Emotionengefühlt, wie bei den Büchern Ken Folletts. Ansonsten hat das Buch alles was man sich wünschen kann, spannenden Handlungsstränge, unerwartete Wendungen und eine unvergleichliche Authentizität.

Das Fazit: Ken Follett ist nicht ohne Grund einer der berühmtesten Autoren im Genre der Historischen Romane. Er schreibt Geschichten, die den Leser tief in ihre Welt ziehen und man sich am Ende des Buches fragt, wie man jetzt mit seinem Leben weitermachen soll. Außerdem ist das Buch qualitativ sehr hochwertig, was man bei einem Preis von 36€ aber auch erwarten darf. Alles passt, ich habe nichts Negatives auszusetzen. 5/5 Sterne.

♥ ♥ ♥

Verlag: Lübbe 

Seitenzahl: 1017 

Einbindung: Hardcover 

Preis: 36,00€ 

Band: 4 (von 4)

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